Das Carrousel steht still

Sacha Dario Wisler (rechts im Bild) ist schwer enttäuscht über das Vorgehen der Inhaberin Dorfburger AG. «Man hat mich engagiert mit dem Auftrag, die vielen Stricher aus der Bar zu schaffen. Das habe ich mit Hilfe eines Türstehers geschafft.» Jetzt wäre es darum gegangen, eine neue Stammkundschaft aufzubauen. Doch dazu kommt es nicht.
Wisler fühlt sich von den Inhabern ausgenützt: «Eine Bewilligung für ein Fumoir erhält man in der Stadt Zürich nicht von einem Tag auf den anderen. Das Gesuch war also seit langem eingereicht. Mir hat man jedoch vorgegaukelt, dass ich längerfristig etwas aufbauen könne. Das heisst, man hat mich belogen und bloss als Lückenbüsser missbraucht. Ich sollte in der kurzen Zeit, bis die Bewilligung da war, noch ein wenig Geld für sie verdienen.»
Kaum hatte die Stadt das Okay fürs Fumoir erteilt, wurde Sacha Wisler freigestellt und musste die Schlüssel abgeben. «So etwas hat einfach keinen Stil», sagt der gefeuerte Wirt, der findet, man sollte den Johanniter meiden. «Ich hätte mich sicher nicht auf das Abenteuer Carrousel eingelassen, wenn ich gewusst hätte, dass die Besitzer längst ohne die Bar planen.»
Nun muss sich Sacha Dario Wisler auf die Suche nach einem neuen Job machen. Trotz der schlechten Erfahrungen am liebsten wieder im Gastgewerbe. Seinen Stellvertreter Drazen Bobar (links im Bild) trifft es weniger hart. Er hat weiterhin einen Job am Flughafen.
bas
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