Wowi war da

Moderator Patrick Rohr stellte Klaus Wowereit die alles entscheidende Frage: «Im DISP LAY habe ich gelesen, dass Sie einen schwulen Kanzler in absehbarer Zeit für möglich halten. Können Sie dies bestätigen?» Der SPD-Politiker antwortete an der Diskussionsveranstaltung im Park Hyatt Zürich wie im letzten DISPLAY mit einem kurzen «Ja». Aber natürlich stellte er sich nicht in die Rolle des Kanzlerkandidaten, sondern blieb im Ungefähren: «Es hängt von der Person ab, von der Partei und der politischen Konstellation …» Am Symposium der Organisation schwuler Führungskräfte Network hielt Berlins Regierender Bürgermeister ein umfassendes Referat. Unter anderem forderte er dazu auf, auch mit Menschen aus wenig liberalen Kulturen auf Augenhöhe zu verhandeln. «Wir brauchen eine Willkommenskultur, die Hilfeleistungen anbietet, die Sprachkompetenz fördert und den Aufstiegswillen aufrechterhält.» In Berlin versuche man, mit Frühbildung und Quartiermüttern «an Familien ranzukommen, die die Türe zumachen», so Wowereit. Nur so könne man deren Kindern eine Zukunftsperspektive vermitteln. Anschliessend diskutierte Wowi mit Berns Regierungspräsident Bernhard Pulver und dem Luzerner Grossrat Lathan Suntharalingam. Er erntete bei seinem Besuch viel Applaus, unter anderem von Politikern wie Claude Janiak, Hans-Peter Portmann und Martin Naef, Thomas Heiniger oder dem zurückgetretenen Regierungsrat Markus Notter.
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