Kirche sauer wegen Eis-Schleck-Priestern

Die Glacé-Marke wirbt mit einem Wortspiel für ihre Produkte: «We believe in salivation» (Wir glauben an Speichelfluss), statt «We believe in salvation» (Erlösung). Verkündet wird der Werbespruch von zwei als katholische Priester verkleidete Models. Nun droht der Firma Antonio Federici Gelato Italiano wegen ihrer schwulen Priester-Kampagne aber Ungemach: Die britische Selbstkontrolle für Werbung, die Advertising Standard Agency (ASA), hat nach Beschwerden aus der Bevölkerung die Ermittlungen gegen den Eishersteller begonnen. Falls die Werbekampagne für aufrührerisch befunden wird, kann sie verboten werden. Eine weitere Anzeige dieser Kampagne zeigt eine schwangere Nonne, die Eis löffelt. Sturm läuft natürlich vor allem die Kirche selbst: Der frühere katholische Bischof John Jukes hat in der Zeitung «Daily Mail» die Kampagne scharf kritisiert: «Das fügt sich ein in die heftiger werdenden Angriffe auf religiöse Meinungen und religiöse Menschen und ist eine Gefahr für unsere Kultur». Die Glacé-Firma droht gegen das Verbot zu klagen und Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
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