Harare will Homophobie in der Verfassung

Der Generalsekretär der regierenden Zanu-PF-Partei, Didymus Mutasa, kündigte auf einem Parteitag an, dass «alles, was menschliche und öffentliche Moral beschädigt, verboten werden sollte». Dazu gehören seiner Meinung nach «Homosexualität, Abtreibung und Sterbehilfe». Mutasa zeigte sich überrascht, dass zuletzt christliche Aktivisten dafür geworben haben, das Homo-Verbot abzuschaffen: «Wir wissen doch, dass die Bibel die schwule Ehe verboten hat», polterte Mutasa. Nun soll Homophobie sogar in der Verfassung verankert werden.
Schon immer schwulenfeindlich
Neu ist diese höchst homophobe Einstellung in Simbabwe nicht. Die von Präsident Robert Mugabe und Ministerpräsident Morgan Tsvangirai geführte Regierung hat sich schon immer gegen Homosexualität ausgesprochen. 2006 etwa hatte Mugabe das schon vorher bestehende Homo-Verbot verschärft. Damit kann nicht nur schwuler Sex mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren bestraft werden, strafbar sind sogar Umarmungen unter Männern.
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