Mehrheit sagt Ja zu Regenbogen-Familien

Am 15. Juni wurde die Petition des Vereins «Gleiche Chancen für alle Familien» mit über 19 000 gesammelten Unterschriften der Bundeskanzlei übergeben, die unter anderem eine bessere Anerkennung der Regenbogenfamilien fordert. In diesem Zusammenhang haben die Gay-Dachverbände LOS und Pink Cross eine Studie bei Isopublic in Auftrag gegeben, die 1007 Personen befragte – und Erfreuliches zu Tage brachte: So wird die Notwendigkeit, einen gesetzlichen Rahmen für Regenbogenfamilien zu schaffen, von 86 Prozent der Befragten anerkannt. Zwei Drittel der Befragten befürworten die Möglichkeit der Adoption des Kindes der Partnerin oder des Partners. Und auch die gemeinsame Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare findet eine knappe Mehrheit, mit 53 Prozent.
Politiker sind gefordert
Gerade in Sachen Adoption hat sich die Meinung der Schweizer Bevölkerung in den letzten sechs Jahren klar zugunsten der Gays geändert. 2004 befürworteten lediglich 41 Prozent die Möglichkeit für Gay-Paare, Kinder zu adoptieren. Laut Anita Wymann, Co-Präsidentin der LOS, ist die Schweizer Bevölkerung damit bereit, die Frage der gleichgeschlechtlichen Elternschaft auf politischer und juristischer Ebene aufzunehmen. Deshalb fordern Pink Cross und LOS die Politikerinnen und Politiker auf, «ein offenes Ohr zu haben für dieses berechtigte Anliegen und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen».
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